Sommer, Sonne, Sonnenschein – wenn in Hamburg mal endlich gutes Wetter ist, heißt es ganz schnell raus aus der Wohnung! Man weiß ja nie, wie lange der Zauber anhält. Die typischen Hotspots – der Elbstrand, die Schwanenwik-Wiese an der Alster, so gut wie jedes Café in der Schanze – sind deshalb in der Regel gnadenlos überfüllt und so macht man am Ende trotz des guten Wetters ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Das muss nicht sein, wenn man einfach mal was anderes macht, so wie diese 6 Dinge:

1. In die Alster springen.

Klingt erst mal eklig, seitdem ich es letztes Jahr zum ersten Mal im Leben getan habe, bin ich ein großer Fan davon geworden. Am besten geht es vom Steg aus vor dem ‚Cliff‘ an der Alster oder vorne an der ‚Alsterperle‘. Vor Algen muss man sich übrigens – trotz hartnäckiger Gerüchte – nicht fürchten. Sollte das Wasser wirklich mal kippen, gibt die Stadt eine Warnung heraus.

In der Alster kann man auch schwimmen. Es sei denn, man heißt Rudi (er HASST Wasser).

In der Alster kann man auch schwimmen. Es sei denn, man heißt Rudi (er HASST Wasser).

2. Blankenese besuchen

Der Elbstrand ist meistens ja ziemlich überfüllt. Anders sieht es in Blankenese gegenüber der Airbus-Werke am Strand aus. Hier kann man genauso an die Elbe gehen und mit den Füßen barfuß über den Sand laufen. Entspannt enorm!

Stadtstrand-Romantik.

Stadtstrand-Romantik.

3. Boot fahren auf der Elbe

Es gibt ja diese ganz glücklichen Menschen, die ein eigenes Segelboot haben und sich damit jederzeit auf die Elbe verziehen kann. Wer das nicht von sich sagen kann und auch keinen Bekannten mit Segelboot im Freundeskreis hat, bei dem man sich einschleimen könnte – macht nichts. Es gibt ja den HVV, der seine Haag Linie 62 mehrmals die Stunde von den Landungsbrücken nach Finkenwerder schickt. Weil am Elbstrand ja irgendwie jeder chillt, kann man stattdessen auch die Linie 73 auf die andere Seite (Veddel, Ernst-August-Schleuse und so) nehmen.

Segeln auf der Elbe.

Segeln auf der Elbe.

4. Industrie-Charme auf der Veddel genießen

Wer auf der Nordseite Hamburgs lebt, kennt meistens nur die eine Seite der Elbe – dabei lohnt es sich durchaus auch mal einen Blick auf die andere Seite zu werfen. Besonders im Sommer, wenn die Beach-Clubs am Hafen überfüllt sind, hat der schäbige Industrie-Charme auf der Veddel so seine Vorteile: Hier hat man quasi die ganze Elbe für sich allein. Weil sich hier kaum einer hinverirrt, am besten Bier und Essen mitnehmen!

Hier wächst kein Gras mehr.

Hier wächst kein Gras mehr.

5. Frühstücken im Café Paris

Das Gute am Café Paris ist: Wer rechtzeitig reserviert, findet hier garantiert einen Platz. Ich liebe dieses Café einfach; für seine Croissants, den wunderschönen Innenhof hinter der Bel Etage und dafür, dass man hier wirklich ganz spontan in einen kleinen Frankreich-Sommer-Urlaub abtauchen kann. Il faut y aller!

Merci, liebes Café Paris, dass es dich gibt!

Merci, liebes Café Paris, dass es dich gibt!

6. Nachts um die Alster joggen.

Ich finde es ja grundsätzlich toll, wenn Menschen Sport machen, aber leider – ich weiß, es ist ein schlechter Charakterzug von mir – hege ich an der Alster im Sommer leichte Territorialansprüche. Woher kommen plötzlich die ganzen Leute und was machen sie da mitten auf dem Weg meiner Laufstrecke? Der Slalomlauf lässt sich easy vermeiden, wenn man stattdessen einfach nach 21 Uhr loszieht. Hat den Vorteil, dass man gratis obendrauf noch einen Sonnenuntergang bekommt und sich die Late Night Action hervorragend mit Nr. 1 verbinden lässt. Badeanzug braucht man ja eh nicht im Dunkeln. Scherz.

Sommerliche Alster-Nachtläufe sind die besten.

Sommerliche Alster-Nachtläufe sind die besten.