Vor gut 10 Jahren war ich das allererste Mal beim Yoga und wäre damals fast dabei eingeschlafen. Das Institut, in das mich meine Mama mitgeschleppt hatte, damit ich „nicht mehr so nervös“ bin, war leider eines dieser dogmatischen, spirituellen Anstalten, die Yoga als neue Religion verkaufen. Statt sich zu bewegen, gab es nur jeden Menge ‚Ohms‘ und ‚Shantis‘ – eine Kombination, die mich als aktiven Menschen (man könnte auch weniger charmant „unruhig“ sagen) erst recht hibbelig machte.

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Der damalige Besuch führte zu einer jahrelangen Yoga-Abstinenz, bis ich dann letztes Jahr im Surfurlaub erneut zum Yoga fand. Dieses Mal allerdings zu einer aktiveren Form, die mir wirklich Freude bereitete und so gehe ich auch jetzt noch in Hamburg regelmäßig zum Yin und Power Yoga. Letztens habe ich mich für einen Artikel auch mal längere Zeit an Bikram Yoga versucht.

Ich versuche mindestens ein Mal die Woche wirklich im Studio zum Yoga vorbeizuschauen, damit man seine Asanas nicht munter falsch einstudiert und sich am Ende so mehr schadet als Gutes tut. Ansonsten finde ich aber auch das Training zu Hause prima und nutze dafür Youtube und Co.

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Eine prima Alternative für zuhause ist Yogaeasy.de. Das Online-Studio für Yoga kann man sich ein bisschen vorstellen wie die Fitness-DVD-Sammlung, die wir in den 2000ern noch hatten. (Oder ging es nur mir so, dass ich diese Gratis-DVDs, die auf der ‚Freundin‚ und der ‚Shape‚ klebten, nicht gleich in den Müll geschmissen habe?). Bei Yogaeasy.de kann man zwischen zehn verschiedenen Yogastilen wählen, eine ganze Flow-Reihe üben oder aber sich einzelne Asanas wie zum Beispiel die ‚Krähe‘ Schritt für Schritt zeigen lassen.

Eine der Yogaeasy.de-Lehrerinnen, Patricia Thielemann, lud letzte Woche in den Mercedes Me Store in Hamburg zum Training ein. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Patricia Thielemann vorher noch nicht kannte. Das liegt ganz bestimmt nicht an ihr, sondern eher daran, dass ich im Yoga ohnehin kaum irgendwelche Promi-Yogis kenne, abgesehen von dem meditierenden Buddha im Schneidersitz (macht der überhaupt Yoga? Ich weiß es nicht…).

Yoga ist kein Wettbewerb

Dass Patricia Thielemann Yogalehrerin ist, erkennt man auf den ersten Blick. Von Kopf bis Fuß durchtrainiert, mit einem strahlenden Lächeln, kerzengerader Haltung und einer faszinierenden Ausstrahlung stellt sie sich uns vor und erzählt ein bisschen von den Prinzipien des ‚Spirit Yogas‘: Man muss (und sollte) Yoga nicht machen, um irgendeinen Zweck zu erreichen – viel wichtiger sei, dass man auf seiner Reise mit Freude dabei ist, immer wieder dazulernt und auf seinen Körper hört. „Yoga wird immer schneller“, sagt Patricia Thielemann, „es passt sich der heutigen Zeit an und so eine Entwicklung ist auch nicht aufzuhalten. Wir würden heute über das Yoga der 1970er, wo man nur träge den Arm hochgehalten hat, lachen.“ Dennoch sei es wichtig, dass man in dieser beschleunigten Zeit nicht den Zugang zu sich selbst verliert und Yoga nur praktiziert um ETWAS – straffere Arme, eine bessere Haltung, einen durchtrainierten Bauch – zu erreichen. Genau mein Reden, ich mag Yoga gerade dafür so gern, dass es nicht wie im Fitnessstudio darum geht, den Körper in irgendeine bestimmte Form zu zwängen, sondern dass man sich eine Auszeit von der Umwelt nehmen und ganz bei sich sein kann.

Bei Patricias Training passiert dieses Bei-sich-sein und Zugang zu sich selbst finden, vornehmlich über den Körper. Anders als in Stunden, die durch eine „Erst mal ankommen und ganz lange tief atmen“ eröffnet werden, geht’s bei Patricia gleich ans Eingemachte und wir starten mit einer Reihe von Sonnengrüßen. Danach geht’s über in einzelne Körperübungen, bei denen erst der Bauch, dann die Beine, dann de Rücken mit verschiedenen Asanas gestärkt werden. Die haben es ganz schön in sich und nach der letzten Reihe Sonnengrüße kann ich meinen Krieger II endgültig nicht mehr halten, so sehr zittert mir der Arm. Macht nichts, dann geht’s jetzt halt ab ins Kind. Ist ja Yoga hier und kein Wettbewerb.

Am Ende der Stunde fühle ich mich herrlich erschöpft und entspannt zugleich – ein bisschen wie nach einer durchfeierten Nacht, wenn man einfach mal alles von sich abfallen lassen konnte und ganz bei sich ist. Das geht für mich am besten ohne dogmatische Weisheiten und spirituelle Rituale, deshalb finde ich es auch super, dass Patricia die Stunde mit einem eher kurzen Shavasana und drei „Ohms“ ausklingen lässt. Ist ja nur Yoga und keine Wissenschaft.

Ich werde in Zukunft bestimmt öfters mal bei Yogaeasy.de reinschauen und weiter virtuell mit Patricia Thielemann trainieren. Für alle, die es auch mal testen möchten, habe ich etwas zu gewinnen:

Einen vierwöchigen Gratiszugang für Yogaeasy.de zu allen Kursen. Wie ihr mitmachen könnt? Einfach bis zum 10. April den zugehörigen Instagram-Post reposten, kommentieren, warum ihr gewinnen wollt und mit ein bisschen Glück, könnt ihr bald easy vor dem Smartphone oder Notebook trainieren. Ich drücke alle Daumen 🙂

fabletics

Danke an Fabletics und Yogaeasy.de für die tolle Stunde!